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Rubrik
19. März 2009

Tötung der Tigerbabys im Magdeburger Zoo: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen wieder auf




Gemeinsame Pressemitteilung
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. und
animal public e.V.

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg wird die Ermittlungen im Fall der drei getöteten Tigerbabys durch den Zoo Magdeburg wieder aufnehmen. Die Tierschutzverbände Animal public und Bundesverband Menschen für Tierrechte hatten gegen die Einstellung der Ermittlungen Beschwerde eingelegt.

Der Zoo Magdeburg züchtet im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) Sibirische Tiger und hatte im Mai 2008 drei neugeborene Tigerbabys getötet, weil sie nicht reinerbig waren. Aus Sicht von Animal public und des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Sie sehen den vom Tierschutzgesetz geforderten »vernünftigen Grund« für die Tötung eines Tieres als nicht gegeben und erstatteten Anzeige gegen die Verantwortlichen des Zoos.

Im Dezember 2008 stellte die Staatsanwaltschaft Magdeburg allerdings die Ermittlungen ein. Die Tierschutzvereine legten Beschwerde ein, da die Staatsanwaltschaft veraltete juristische Kommentierungen des Tierschutzgesetzes herangezogen hatte. Jetzt hat die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Naumburg die Staatsanwaltschaft Magdeburg aufgefordert, erneut zu ermitteln.

Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, begrüßt die Entscheidung: »Seit 2002 hat der Tierschutz Verfassungsrang und damit eine gewichtige Aufwertung erhalten. Das muss hier berücksichtigt werden.«

Der Zoo begründet die Tötung damit, dass die Tiger für die Erhaltungszucht wertlos gewesen wären und Platz für reinerbige Tiere blockiert hätten. Laura Zimprich, Sprecherin von Animal public, ist empört über diese Argumentation: »Das ist moralisch absolut verwerflich! Der Zoo will 20 Millionen Euro bis 2013 in Ausbauten investieren. Da hätte er auch einen Platz für die Tiger schaffen können.«

Die Vereine hoffen, dass die Verantwortlichen des Zoos nun zur Rechenschaft gezogen werden.


Kontakt Pressestelle Bundesverband:
Stephanie Elsner
Tel.: 05237 - 2319790,
E-Mail: elsner@tierrechte.de

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Diese Seite generiert am 7. September 2010
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