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25. März 1999

Bundesweiter Aktionstag vor Ostern gegen Legebatterien und Geflügelmastanlagen


Auf Initiative des Bundesverbandes der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte findet am Samstag, dem 27. März 1999, ein bundesweiter Aktionstag gegen die Käfighaltung von »Legehennen« und gegen Agrarfabriken zur Geflügelmast statt.

Am kommenden Samstag, eine Woche vor Ostern, werden Tierschützer in ganz Deutschland in der Fußgängerzone, vor Supermärkten und Feinkostläden präsent sein, um Informationsmaterial an die Verbraucher zu verteilen.

Die Konsumenten werden an diesem Tag auf das Massenelend der rund 40 Millionen »Legehennen«, der 44 Millionen »Masthühner« und der 7 Millionen Puten in deutschen Tierfabriken hingewiesen: die tierquälerische Zucht auf eine hohe Eierproduktion oder eine abnorme Gewichtszunahme hin, die hohe Medikamentengabe, die tierwidrige Haltung auf engstem Raum, die Verstümmelung der Schnäbel, die Leiden während des Transports zum Schlachthof und den oft betäubungslosen Tod der Tiere.

»Nach Schweinepest und Rinderwahn fallen viele Verbraucher auf die scheinbar noch weiße Weste der Geflügelindustrie herein«, so Hannelore Jaresch, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes. »Daß dort genau die gleichen Mißstände herrschen, wollen wir mit Fakten und Zahlen belegen.«

Über den Weg der Verbraucherinformation wollen die Tierschützer gleichzeitig Druck auf die deutsche Bundesregierung und Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke ausüben, die in der Koalitionsvereinbarung »tiergerechtere Haltungsformen« versprochen hätten. Bei der aktuellen Diskussion über ein Verbot der Käfighennenhaltung sei Karl-Heinz Funke inzwischen auf nationaler und auf EU-Ebene zum Sprachrohr der Käfiglobby geworden.

Der deutsche Vorschlag für eine zukünftige EU-Richtlinie zur Hennenhaltung sei eine Katastrophe für die 270 Millionen »Legehennen« in Europa. Bis zum Jahr 2010 wolle man jedem Huhn lediglich 100 Quadratzentimeter mehr an »Lebensraum« zugestehen. Die Tiere würden somit weiterhin in Drahtkäfigen mit einer Fläche von weniger als einer DIN-A4-Seite dahinvegetieren.

Die Hoffnungen von Tierschützern und von 85 Prozent der Verbraucher, die für ein Verbot der Käfighaltung sind, richten sich deshalb nach Karlsruhe, wo am 13. April 1999 vor dem Bundesverfassungsgericht darüber verhandelt wird, ob die deutsche Legehennenverordnung verfassungswidrig ist.


Kontakt:
Hannelore Jaresch, stellvertretende Vorsitzende
Fon 0172 89 15 05 4 (mobil)
Fon 08807 - 94 84 04
Fax 08807 - 94 84 05
eMail Jaresch@tierrechte.de

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Diese Seite generiert am 3. September 2010
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