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Tier des Monats im Februar 2010:
Der Beagle
Tierversuchsersatzverfahren
Für einige toxikologische Versuche gibt es mittlerweile Ersatzverfahren, von denen manche bereits wissenschaftlich anerkannt (validiert), aber noch nicht einem behördlichen Anerkennungsverfahren unterzogen worden sind (22).

1.
Beispielsweise können im Rahmen verschiedener Giftigkeitsprüfungen von Chemikalien mittlerweile für bestimmte Fragestellungen Rinderspermien verwendet werden. Der Test ist schnell, billig, empfindlich und reproduzierbar. Er hat allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft, da Spermien im Unterschied zu anderen Zellen nur einen reduzierten Stoffwechsel haben und auch nicht alle Zellorganellen - also alle Strukturen einer Zelle z. B. eines Organs - aufweisen. Er kann daher nur in Kombination mit anderen In-vitro-Tests verwendet werden (23).

2.
Aerogene Substanzen - also Stoffe in der Luft - lassen sich mittlerweile an Zellen der körpereigenen Abwehr im Atmungstrakt des Menschen testen, die z. B. bei der Entfernung von Nasenpolypen gewonnen werden. Der Test wird von europäischen Behörden empfohlen, die Frage der Übertragbarkeit stellt sich hier gar nicht, da Gewebe vom Menschen verwendet wird (24).

3.
Zur Bestimmung der akuten Toxizität (LD50-Test) könnte auch ein Hefe-Test durchgeführt werden. Man macht sich hier zunutze, dass das Zellwachstum von Bier- oder Bäckerhefe durch Zugabe giftiger Substanzen gehemmt wird. Nach Testdurchführung zählt man die (überlebenden) Zellen aus (25).

 Quellen

 Beagle: Statement des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Diese Seite generiert am 10. September 2010
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