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Xenotransplantation

Seite 3: Xenotransplantation - Risiko für die Gesellschaft

Tierorgane können unerkannte Krankheitserreger enthalten. Diese könnten nicht nur Infektionen oder Tumore im menschlichen Organempfänger auslösen, sondern könnten sich mit menschlichen Viren kombinieren und zur Entstehung völlig neuer Krankheitskeime führen. Davon wäre nicht nur der Empfänger eines Tierorgans betroffen, sondern auch andere Menschen sind gefährdet. Auch wenn die Wissenschaftler an der Erzeugung transgener Schweine arbeiten, die keine infektiösen Viren freisetzen, ist dieses Risiko nicht völlig auszuschließen. Auf jeden Fall wäre es aber erforderlich, die Scheine unter weitgehend keimarmen Bedingungen zu halten, was eine einigermaßen 6quot;artgerechte« Haltung der Tiere, z. B. mit Stroh-Einstreu und Auslauf im Freien unmöglich macht.

Die Möglichkeit, dass Tierorgane unerkannte Viren enthalten, die bei dem Organempfänger Infektionen auslösen, ist gerade im Zusammenhang mit der Xenotransplantation sehr bedenklich. Denn eines der Ziele bei der Entwicklung von transgenen Tieren zur Xenotransplantation ist, dass das menschliche Abwehrsystem nicht gegen die Tierorgane aktiviert werden soll. Außerdem wird es mit Immunsuppressiva zusätzlich unterdrückt. Die Übertragung eines Tierorgans könnte daher dazu führen, dass sich Viren im Organempfänger ungehemmt vermehren und dann auch andere Menschen infizieren. Denn es muss damit gerechnet werden, dass solche Infektionen auch von Mensch zu Mensch übertragbar sind. Damit ist die Frage der Xenotransplantation nicht mehr nur ein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem.


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Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Diese Seite generiert am 3. September 2010
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