Am 12. Juni 2009 hat der Bundesrat Vorgaben zur Haltung sogenannter Masthühner beschlossen. Damit gibt es in Deutschland erstmals gesetzlich verbindliche Regelungen zu deren Haltung. Vorher existierten »Eckpunkte«, die nicht bindend waren.
Mit dem Beschluss des Bundesrates wurde eine EU-Richtlinie zur Haltung von »Masthühnern« aus dem Jahr 2007 in nationales Recht umgesetzt. Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit u. a. des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte haben die Politiker die Chance verpasst, auch nur annähernd tiergerechte Vorgaben zu erlassen. Der Bundesrat hat die derzeit übliche Haltung bei einer Besatzdichte von 35 kg/qm - am Mastende also bis zu 25 Hühner pro Quadratmeter -legalisiert und sogar noch bis 39 kg/qm zugelassen.
Schon jetzt leiden die Hühner unter der drangvollen Enge, die zu Aggressionen und Verhaltensstörungen führen kann und das Krankheitsrisiko deutlich erhöht. Etwa 12 Millionen Tiere sterben allein in Deutschland schon während der Mast an den Haltungsbedingungen. Nach dem Beschluss des Bundesrates besteht keine Hoffnung, dass sich dies ändern wird.
Der Bundesverband wird jetzt weiter Aufklärungsarbeit betreiben und die Bevölkerung über die unzumutbare und absolut tierquälerische Haltung von »Masthühnern« informieren und daraufhin arbeiten, den Verzehr zu senken.
Diese Aufnahmen zeigen die derzeit aktuellen Haltungsbedingungen von Masthühnern in Deutschland. Dicht gedrängt vegetieren die Tiere in riesigen Hallen. Viele Tiere sterben schon während der Mast. Die Zucht auf schnelles Muskelwachstum führt dazu, dass Beine, Herz und Lunge nicht mit dem extremen Fleischzuwachs Schritt halten können. Daher treten oft schmerzhafte Entzündungen und Verkrüppelungen der Beine auf.
Diese Fotos stammen aus einem deutschen Hühnermastbetrieb und wurden vor wenigen Wochen aufgenommen. Dass dies kein Einzelfall ist, zeigen Fotos, die der Bundesverband Menschen für Tierrechte bereits 2007 veröffentlicht hat und die Sie unter diesem Link finden:
http://www.tierrechte.de/p200020007000x1111.html
|