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 | Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen |
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Die Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. sind Mitglied der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (European Coalition to End Animal Experiments, kurz: ECEAE), einem Zusammenschluss von Europas führende Tierversuchsgegner- und Tierrechtsorganisationen. Im Jahr 1990 gegründet, gehören der ECEAE heute 13 Organisationen aus EU-Mitgliedsstaaten an sowie eine Reihe von Beobachtergruppen aus anderen Ländern. Die Europäische Koalition lehnt jeden Tierversuch aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ab. Ziel ist damit die Abschaffung der Tierversuche. Die ECEAE arbeitet vorwiegend im Bereich der Europapolitik. Schwerpunktthemen sind zum Beispiel die EU-Chemikalien-Tierversuche, die Kosmetik-Richtlinie, andere EU-Rechtsvorschriften, wie die Richtlinie 86/609, Förderung von tierversuchsfreien Testmethoden, Versuche an Primaten und Gentechnik.
Beispiele für die Arbeit der ECEAE:
 |  |  | Chemikalien-Richtlinie REACH
Die von der Europäischen Kommission vorgestellte neue Chemikalienpolitik für so genannte Altchemikalien, das heißt Chemikalien, die vor 1981 auf den Markt kamen, beinhaltet das größte Tierversuchsprogramm in der Geschichte Europas. Viele Millionen Tiere sollen dabei in grausamen Versuchen gequält und getötet werden. Die EU will mit diesem Programm Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien schützen. Doch Tierversuche sind völlig ungeeignet, um diese Sicherheit für Mensch und Umwelt zu gewährleisten. Die ECEAE kämpft seit Bekanntwerden der Pläne im Sommer 2000 für den Einsatz von modernen, tierversuchsfreien Testmethoden anstelle von veralteten und unzuverlässigen Tierversuche.
|  | Kosmetik
Jedes Jahr werden mindestens 35.000 Tiere allein in Europa und Tausende weitere Tiere weltweit in qualvollen und unsinnigen Versuchen verwendet, um Kosmetika und deren Inhaltsstoffe zu testen. Parfüms, Shampoos, Zahnpastas, Haarfärbemittel, Hautcremes, Make-up, Deostifte, usw., sie alle werden in Tierversuchen getestet. Es existiert mittlerweile eine gewaltige Auswahl an tierversuchsfreien Testverfahren, die nicht nur ethisch unbedenklich, sondern auch billiger, schneller und effektiver als die entsprechenden Test am lebenden Tier sind. Dass ab 2009 Tierversuche für Kosmetika in der EU und die Einfuhr von an Tieren getesteten Schönheitsprodukten ab 2009 bzw. 2013 verboten werden sollen, ist nicht zuletzt der intensiven Lobbyarbeit der ECEAE zu verdanken.
|  | Tierversuchs-Richtlinie 86/609
Die Richtlinie 86/609 setzt Mindeststandards für Tierversuche und entscheidet damit über Leben und Tod von Millionen von Tieren in der EU. Sie ist vollkommen veraltet und bedarf einer dringenden Überholung. Zum Beispiel kommen gentechnisch veränderte Tiere überhaupt nicht darin vor, weil diese Technik damals bei weitem noch nicht den heutigen Umfang erreicht hatte. Die Grundlagenforschung ist aus der bisherigen Richtlinie vollständig ausgeklammert, weil die EU ursprünglich eine Wirtschaftsgemeinschaft war und die 86/609 entsprechend nur Tierversuche im Rahmen von Wirtschaftsgütern wie Chemikalien oder Pharmaka regelte. Bei der derzeitigen Novellierung setzt die ECEAE seit Jahren auf politischer und wissenschaftlicher Ebene alles daran, aus der Richtlinie soviel wie möglich für die Tiere herauszuholen. |
Weitere Infos: www.eceae.org
Aktuelle StatistikDie aktuelle europäische Versuchstierstatistik können Sie hier als PDF herunterladen:
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